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Glückspost (Schweiz) Juni 2011 - Unser Sohn ist ein Pflegefall, weil die Ärzte im Spital pfuschten
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Weil Anita K. während ihrer Schwangerschaft falsch behandelt wurde, wird ihr Kind für immer behindert bleiben. Jetzt kämpft sie mit ihrem Ehemann gegen das Krankhaus.
Sie freute sich so auf die Geburt ihres ersten Kindes. Doch im Spital kam es zu dramatischen Szenen! Fast hätte Anita K. (43) die Entbindung nicht überlebt – und ihr Sohn ist seitdem schwerstbehindert.
Anwalt Stefan Hermann (45) vertritt die Familie. Er sagt: „Frau K. hatte in Wahrheit eine Lungenembolie. Zur Beruhigung stülpte man ihr eine Plastiktüte über den Kopf! Zwei Wochen später musste Anita K. in eine andere Klinik verlegt werden. „Das Baby wurde per Kaiserschnitt geholt. Dabei erlitt meine Mandantin einen Herzstillstand, musste wiederbelebt werden“, erläutert der Patientenanwalt. Torsten K. erinnert sich genau: „Es war schrecklich“. Ein Arzt kam blutverschmiert aus dem OP-Saal. Dann sage er, meine Frau könne den zweiten Geburtstag feiern. Ihr Tod konnte in letzter Sekunde verhindert werden – auch unser Sohn lebte“. |
Freizeitrevue vom 02.03.2011 - Ärzte-Pusch
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Nach 12 Jahren erfuhren wir den Grund für Dominiks Behinderung |
Marl Aktuell vom 12.02.2011 - 1,5 Millionen für behinderten Jungen
Pfleger stülpen Schwangerer Plastiktüte über den Kopf
Hamm/ Marl. Wie soll man ohne Tastsinn die Blindenschrift erlernen? Diese Frage stellen sich die Eltern des 12 jährigen Dominik K aus Ahlen. Er ist, da sind sie sich sicher, Oper eines Behandlungsfehlers geworden, in Folge dessen er nun schwerst geschädigt ist. Besonders tragisch ist, dass er sowohl blind ist, als auch, dass ihm jeglicher Tastsinn fehlt. „Da er außerdem auch keinerlei Orientierungssinn hat, ist er völlig unselbständig und wird ständig unsere Hilfe brauchen“, erklärt Dominiks Mutter. Dabei sei die Behinderung vermeidbar gewesen. Denn obwohl sie schon drei Fehlgeburten hatte und ihre Schwangerschaft mit Dominik als Risikoschwangerschaft galt, wurde sie in einem Krankenhaus mit niedriger Versorgungstufe aufgenommen, als im sechsten Monat Frühwehen und starke Atemnot einsetzten. Dass eine Lungenembolie der Grund für die Atemnot war, erkannte das Krankenhaus nicht. Stattdessen versuchte man, so unglaublich das auch klingt, Dominiks Mutter zu helfen, indem man ihr eine Plastiktüte über den Kopf zog. „Was das sollte, ist nicht ansatzweise nachzuvollziehen“, erklärt der Marler Arzthaftungsexperte Stefan Hermann (45), der sich jetzt dieses Falls angenommen hat. Dominiks Mutter wurde schließlich notfallmäßig in eine Spezialklinik verlegt, wo Dominik nach nur hälftiger Schwangerschaft mit einem Gewischt von lediglich 850 Gramm per Kaiserschnitt zur Welt gebracht wurde. Während der Entbindung erlitt seine Mutter einen Herzstillstand. „Wäre die Überweisung in die Spezialklinik sofort erfolgt, wären die schweren Behinderungen, die Dominik nun sein ganzes Leben begleiten werden, vermeidbar gewesen“, so der Patientenanwalt. So aber ist Dominik zu 100 % behindert und ein Pflegefall, der kaum am Leben teilnehmen kann. Aus diesem Grund fordert Hermann nun Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro vom Krankenhaus für den kleinen, heute zwölfjährigen Dominik. Erst kürzlich war es ihm gelungen, in einem vergleichbaren Fall 600.000 Euro Schmerzensgeld durch zu setzen.
Kurier zum Sonntag vom 12.02.2011 - Plastiktüte über den Kopf gezogen
Marler Anwalt forder 1,5 Mio. Euro Schmerzensgeld
GERICHT. "Ich habe schon die kurisetsten Fälle bearbeitet", erklärt Patientenanwalt Stefan Hermann (45). "Aber dass einer Schwangere eine Plastiktüte über den Kpf gezogen wird, um sie zu beruhigen, ist mir noch nie untergekommen." Nun fordert der Marler Spezialist für Arzthaftungfälle vom Krankenhaus Schadensersatz und Schmerzensgeldn in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für den heute zwölfjährigen Dominik, dessen Mutter bei der Geburt eine derartige Behandlung wiederfahren ist.
Vor Dominiks Geburt hatte seine Mutter bereits drei Fehlgeburten. Die letzte nur sechs Wochen vor der erneuten Schwangerschaft mit Dominik. Diese verlief zunächst problemlos, bis sich in der 23. Schwangerschaftswoche Frühwehen einstellten. Daraufhin wurde die Schwangere sofort ins Krankenhaus eingewisen.
Dort angekommen, setzten eine aktute Atemnot und kalter Schweißausbruch ein. "Als man die Atemnot, die sich immer wieder in Schüben einstellte, nicht in den Griff bekam, zog mir das Pflegepersonal kurzerhand eine Plastiktüte über den Kopf", berichtet Dominiks Mutter. "Die Lungenembolie, die die Atemnot ausgelöst hatte, wurde jeodch nicht behandeld." Sie sollte sich nicht so anstellen, habe das Krankenhauspersonal ihr gesagt, alles sei in Ordnung.
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Herzstillstand beim Kaiserschnitt
Plötzlich jedoch musste die Schwangere auf die Intensivstation eines anderen Krankenahauses verlegt werden, wo Dominik sofort mittels Kaiserschnitt zur Welt gebracht wurde, um sein Überleben zu sichern. Bei diesem Eingriff erlitt seine Mutter einen Herzstillstand. Dominik selbst, der nach nicht mal sechs Monaten Schwangerschaft mit einem Gewicht von lediglich 850 Gramm entbunden worden ar, hat schwerste Schäden davongetragen.
"Da notwendige Befunde nicht erhoben und Dominiks Mutter nicht unverzüglich in eine Spezialklinik überwiesen wurde, wo die Lungenembolie hätte richtig behandelt werden können, liegt ein grober Behandlungsfehler vor", erklärt Patientenanwalt Stefan Hermann. "Ohnehin hätte Dominiks Mutter als Risikoschwangere von Anfang an in ein Krankenhaus mit höherer Versorgungsstufe verwiesen werden müssen", so Hermann weiter. Nun aber ist Dominik zu 100 Prozent behindert, leidet unter Entwicklungsstörungen, ist sprachgeschädigt und blind. Da ihm zudem jeglicher Orientierungs- und Tastsinn fehlt, kann er sich ohne fremde Hilfe nicht fortbewegen und kaum am Leben teilnehem.
"Neben einem Schmerzensgeld, das vorläufig mit 350.000 Euro beziffert ist, stehen Dominik auch der zu erwartende Verdienstausfall und eine Reihe anderer Ansprüche zu", meint Hermann, der erst kürzlich in einem vergleichbaren Fall 600.000 Euro Schmerzensgeld durchsetzen konnte. Insgesamt belaufe sich der Schaden aktuell auf rund 1,5 Millionen Euro. "Aber im Laufe der Zeit wird sich dieser Betrag noch drastisch erhöhen und auch die Krankenkasse wird erhebliche Ansprüche anmelden", betont der Anwalt.




